Neue Firmware für Retrokits RK-002!

Grit von Retrokits war so freundlich mich über das aktuelle Firmware Update seines RK002-Kabels zu informieren. Im Detail sollte es damit möglich sein den Pitch des gespielten Samples zu verändern. Erfreut machte ich mich an die Arbeit.
Als erstes musste die neue Firmware (v19) auf das Kabel. Diese liegt auf der Website als midi-Datei vor. Da dies das erste Firmwareupdate für das RK002 ist, gab es noch keine Prozedur für diesen Vorgang. Ich hatte noch nie irgendwas mit midi-dateien gemacht. Nach einer langen Recherche im Inet war ich so gedemütigt, daß ich den Windows Media Player wieder auf meinem Win7-System installierte um das Update durchführen zu können.
Ich stöpselte mein Ploytec-Midikabel an die Midi-In-Seite des RK002 (Hinweis: Midi-Out ist beim RK002 rot markiert) und startete die Wiedergabe der Midi-Datei- nichts passierte.
An dieser Stelle ist es hilfreich zu Wissen daß bei Win7 eine Midi-Ausgabe nicht mehr automatisch über einen angeschlossenen Midi-Out stattfindet. Irgendwie musste das Signal aber dahin. Nach einer weiteren Recherche fand ich Hilfe in Form des Putzlowitsch Midi-Mappers der genau dies in der Systemsteuerung ermöglicht.
Beim erneuten Abspielen der Midi-Datei via des Windows Media Players erklang aus dem Volca Sample eine Tonkaskade als Bestätigung des Vorgangs. Na prima- dann kann es ja endlich losgehen.
Laut Video von Retrokits sollte es nun möglich sein in der unteren Hälfte der Klaviatur ein Sample auszuwählen welches dann in der oberen Hälfte chromatisch spielbar ist.

Ich wähle auf dem Beatstep Pro die Oktave C3 und finde meine Samples. Ich wähle das erste Sample aus und suche in den oberen Oktaven- nichts. Mist!

Ich stöpsle den Arturia Beatstep Pro an den PC und sehe nach ob ich dort etwas verändern kann. In der Controllermap setze ich einen Drehknopf auf CC43. Das bewirkt beim Abspielen auf Sequencer 3 mit der bekannten Bassdrum eine veränderung des Pitch. Allerdings konnte ich dieses Feature schon am Volca Sample nutzen- diese Veränderung bringt also keinen Mehrwert…..

(Es folgen mehrere Stunden der Fehleranalyse mit eine Prise Selbstzweifel ob „das alles“ so richtig ist)

Letztendlich habe ich mit der Velocity einen Parameter gefunden mit dem sich am Beatstep Pro der Pitch des Samples verändern liess.  Dazu habe ich die Website von Retrokits  mit den Einstellungen aufgerufen, den Volca Sample an mein Midi2USB Adapter angesteckt und das Kabel nach meinen Bedürfnissen angepasst. Zur Bestätigung des Vorgangs ertönte wieder ein Sample aus meinem Volca.
settings
Eine bessere Einstellung (welche ich bis jetzt aber noch nicht ausprobiert habe) zeigen die Entwickler in folgendem Video.

Fazit:
Ohne die Videos , die Retrokits in den letzten Tagen online gestellt hat, wäre ich niemals zu einem Ergebnis gekommen. Eine schriftliche Dokumentation fehlt , mit Ausnahme der Website, gänzlich.  Trotzdem bleibe ich dabei: Jeder der genug Erfahrung oder Ausdauer hat kann sich mit dem Retrokits RK002 für kleines Geld ein ganzes Bündel an sinnvoller Erweiterung für seinen KORG Volca Sample kaufen.

KleinerTip : Vielleicht habe die Jungs von Retrokits auch noch Lust dem Volca Sample einen SD-Karten-Slot zu schenken 😉